An eine frühere Geliebte

Friedrich Wilhelm Wagner

1892

So heiße Blicke irrten hin und her. Und Hände zitterten und schwer Fielen die Worte in den Lärm der vielen

Verworrnen Stimmen und der Instrumente. Mir war, als riefen deine blassen Hände Mich wie dereinst zu süßen Liebesspielen.

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Interpretation

Das Gedicht "An eine frühere Geliebte" von Friedrich Wilhelm Wagner erzählt von einer Begegnung mit einer ehemaligen Geliebten. Die Szene spielt in einem lauten, chaotischen Umfeld, möglicherweise bei einem gesellschaftlichen Anlass. Die "heißen Blicke" und zitternden Hände deuten auf eine starke emotionale Spannung zwischen den beiden hin. Die "verworrenen Stimmen und der Instrumente" lassen auf eine unübersichtliche, vielleicht überwältigende Situation schließen. Trotz des Lärms und der Ablenkung fühlt sich der Sprecher von den blassen Händen der ehemaligen Geliebten magisch angezogen. Die blassen Hände könnten auf eine gewisse Veränderung oder Alterung seit der letzten Begegnung hinweisen. Die letzten Zeilen deuten auf eine Wiederholung der Vergangenheit hin. Die Hände rufen den Sprecher wie einst zu "süßen Liebesspielen", was auf eine erneute Annäherung oder sogar eine Wiederaufnahme der Beziehung hindeuten könnte. Das Gedicht vermittelt eine Stimmung von Nostalgie, Sehnsucht und der Möglichkeit einer erneuten romantischen Verbindung trotz der vergangenen Zeit und der aktuellen Umstände.

Schlüsselwörter

hände heiße blicke irrten hin her zitterten schwer

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Stilmittel

Alliteration
So heiße Blicke irrten hin und her.
Metapher
Mir war, als riefen deine blassen Hände
Personifikation
Fielen die Worte in den Lärm der vielen
Vergleich
Mich wie dereinst zu süßen Liebesspielen