An die Waldvögel
1788Könnt mich auch sonst mit schwingen Übers grüne Revier, Hatt ein Herze zum Singen Und Flügel wie ihr.
Flog über die Felder, Da blüht′ es wie Schnee, Und herauf durch die Wälder Spiegelt′ die See.
Ein Schiff sah ich gehen Fort über das Meer, Meinen Liebsten drin stehen - Dacht meiner nicht mehr.
Und die Segel verzogen, Und es dämmert′ das Feld, Und ich hab mich verflogen In der weiten, weiten Welt.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "An die Waldvögel" von Joseph von Eichendorff thematisiert Sehnsucht und Einsamkeit. Der Sprecher wünscht sich, wie die Vögel frei durch die Welt fliegen zu können, um die Schönheit der Natur zu erleben und seine Liebste zu finden. Der Sprecher beschreibt seine Reise über Felder und Wälder, wo er die Schönheit der Natur bewundert. Er sieht ein Schiff auf dem Meer, auf dem seine Liebste zu sein scheint. Doch er kann sie nicht erreichen und fliegt weiter in die weite Welt hinaus. Das Gedicht endet mit der Erkenntnis, dass der Sprecher seine Liebste verloren hat und nun allein in der weiten Welt umherirrt. Er ist einsam und sehnt sich nach der Geborgenheit, die ihm seine Liebste einst gegeben hat.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Bildsprache
- In der weiten, weiten Welt
- Metapher
- Und es dämmert′ das Feld
- Personifikation
- Und die Segel verzogen
- Symbolik
- Und herauf durch die Wälder Spiegelt′ die See
- Vergleich
- Da blüht′ es wie Schnee