An die Rose

Johann Georg Jacobi

1765

Rose, komm! der Frühling schwindet, Veilchen haben dich verkündet, Maienblumen starben hin; Öffne dich beim Lustgetöne Dieser Fluren; komm o schöne Holde Blumenkönigin!

Als du kamst im ersten Lenze, Hingen tausendfache Kränze Schon um Anger, Berg und Tal; Ufer lockten, Wälder blühten, Pomeranzen-Haine glühten Weit umher im Sonnenstrahl.

Und du gingst mit leisem Beben Aus der zarten Knosp′ ins Leben; Erd′ und Himmel neigten sich; Und es huldigten die Wiesen; Nachtigallenchöre priesen, Alle Nymphen liebten dich.

Goldne Schmetterlinge schlugen Froh die Flügel; Winde trugen, Wo die Luft in Jubel war, Deinen Balsam; Herzen pochten Dir entgegen; Mädchen flochten Unter Perlen dich ins Haar.

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Illustration zu An die Rose

Interpretation

Das Gedicht "An die Rose" von Johann Georg Jacobi ist ein Loblied auf die Schönheit und Bedeutung der Rose. Der Dichter lädt die Rose ein, sich zu öffnen und ihre Pracht zu entfalten, da der Frühling zu Ende geht und die Veilchen sie bereits angekündigt haben. Die Rose wird als "Holde Blumenkönigin" bezeichnet, was ihre herausragende Stellung unter den Blumen betont. Im zweiten Teil des Gedichts beschreibt Jacobi die Ankunft der Rose im ersten Frühling. Die Landschaft ist bereits voller Blüten und Farben, und die Rose tritt sanft ins Leben, begleitet von einer Vielzahl von Lobpreisungen. Die Erde und der Himmel neigen sich vor ihr, die Wiesen huldigen ihr, und die Nachtigallen singen ihr zu Ehren. Die Rose wird von allen geliebt und verehrt, und ihre Schönheit zieht Schmetterlinge und Winde an. Im letzten Teil des Gedichts wird die Rose als Balsam beschrieben, der die Herzen der Menschen berührt. Die Mädchen flechten die Rose in ihr Haar, und sie wird als Symbol der Liebe und Zärtlichkeit dargestellt. Die Rose wird als etwas Kostbares und Wertvolles dargestellt, das die Herzen der Menschen berührt und ihnen Freude bereitet.

Schlüsselwörter

komm rose frühling schwindet veilchen verkündet maienblumen starben

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
Froh die Flügel; Winde trugen
Anapher
Rose, komm! der Frühling schwindet, Veilchen haben dich verkündet, Maienblumen starben hin; Öffne dich beim Lustgetöne Dieser Fluren; komm o schöne Holde Blumenkönigin!
Hyperbel
Hingen tausendfache Kränze Schon um Anger, Berg und Tal;
Metapher
Holde Blumenkönigin
Personifikation
Rose, komm! der Frühling schwindet, Veilchen haben dich verkündet, Maienblumen starben hin;
Synästhesie
Deinen Balsam; Herzen pochten Dir entgegen; Mädchen flochten Unter Perlen dich ins Haar.