An die Liebe
1740Von dir, o Liebe, nehm ich an Den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, Nur einen deiner Freuden!
So wird dein Kelch, o Liebe, mir Wie Feierbecher glänzen; Auch unter Tränen will ich dir Mit Rosen ihn bekränzen.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "An die Liebe" von Johann Georg Jacobi beschreibt die ambivalente Natur der Liebe, die sowohl bitter als auch süß sein kann. Der Sprecher nimmt den Kelch der bitteren Leiden von der Liebe an, wünscht sich aber nur ab und zu einen Tropfen ihrer Freuden. Dies deutet darauf hin, dass die Liebe oft mit Schmerz und Leid verbunden ist, aber auch Momente der Freude bereithält. Der zweite Teil des Gedichts zeigt, wie der Sprecher den Kelch der Liebe als Feierbecher betrachtet, der trotz der Tränen mit Rosen geschmückt wird. Dies symbolisiert die Fähigkeit des Sprechers, die Liebe zu feiern und zu ehren, selbst wenn sie von Trauer begleitet wird. Die Rosen stehen für Schönheit und Leidenschaft, während die Tränen die damit verbundenen Schwierigkeiten darstellen. Insgesamt vermittelt das Gedicht die Idee, dass die Liebe eine komplexe und facettenreiche Erfahrung ist, die sowohl Freude als auch Schmerz bringen kann. Der Sprecher scheint bereit zu sein, die bitteren Aspekte der Liebe zu akzeptieren, solange er auch die süßen Momente genießen kann. Das Bild des mit Rosen geschmückten Kelchs symbolisiert die Fähigkeit des Sprechers, die Liebe zu feiern und zu ehren, trotz der damit verbundenen Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Nur einen Tropfen dann und wann, Nur einen deiner Freuden
- Metapher
- So wird dein Kelch, o Liebe, mir Wie Feierbecher glänzen
- Personifikation
- Auch unter Tränen will ich dir Mit Rosen ihn bekränzen