An den verwachsenen Gurdus

Friedrich von Hagedorn

1724

Du gleichest dem Aesop; doch dein Verstand ist klein. Der Kern der Bucklichen räumt dir gewiß nicht ein, So dumm als höckericht, und dennoch stolz zu sein.

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Interpretation

Das Gedicht "An den verwachsenen Gurdus" von Friedrich von Hagedorn beschreibt die Ähnlichkeit des Adressaten mit Aesop, jedoch mit einem deutlich geringeren Verstand. Der Dichter betont, dass der Kern der Bucklichen, also der Menschen mit einer körperlichen Behinderung, dem Adressaten nicht erlaubt, so dumm und höckericht zu sein und dennoch stolz zu sein. In den beiden Strophen des Gedichts wird die Ironie und Kritik an der Person des Gurdus deutlich. Hagedorn verwendet den Vergleich mit Aesop, einem berühmten griechischen Fabeldichter, um die Dummheit und Arroganz des Adressaten zu unterstreichen. Die Betonung des "kleinen Verstandes" und der "Stolz" trotz der Dummheit verdeutlicht die Verachtung des Dichters für das Verhalten des Gurdus. Das Gedicht zeigt auch die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen der Zeit, in der körperliche Behinderungen oft mit geringerer Intelligenz oder Wertigkeit in Verbindung gebracht wurden. Hagedorn nutzt diese Stereotypen, um die Figur des Gurdus weiter zu diskreditieren und seine Kritik an dessen Verhalten zu verstärken.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Kontrast
So dumm als höckericht, und dennoch stolz zu sein
Metapher
Der Kern der Bucklichen räumt dir gewiß nicht ein
Vergleich
Du gleichest dem Aesop