An den unsterblich Geliebten
1925Meere sind zwischen uns und Länder und Tage. Aber ich weiß, Du wartest auf mich Jetzt und immer. Wissend und gut. Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.
Ich sehne mich nach dir, Nach deinen sanften Händen, Nach deiner frommen Schönheit, Nach deiner klugen Güte. O ich sehne mich nach dir.
Alles, was ich habe, will ich dir schenken, Alles was ich denke, will ich dir denken, Ich will dich lieben in allen Dingen, Meine schönsten Worte will ich dir singen, All meine Schmerzen und Sünden will ich dir weinen. Meiner Seligkeit Sonnen werden dir scheinen. Was ich bin, will ich dir sein.
Meine Träume sind voll deiner Zärtlichkeit. Mein Blut singt süß deine Unendlichkeit. Weiße Seele Unsterblich Geliebter.
Du blühst sehr wunderbar Im Gestirn meiner Liebe, Im Schauer meiner Ängste, Im Lachen meines Glücks.
Du blühst sehr wunderbar Im Gestirn meiner Liebe.
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Interpretation
Das Gedicht "An den unsterblich Geliebten" von Francisca Stoecklin ist eine tief empfundene Liebeserklärung, die die unendliche Sehnsucht und Hingabe der lyrischen Ich-Erzählerin zu ihrem Geliebten zum Ausdruck bringt. Die Trennung durch Meere und Länder wird als unbedeutend dargestellt, da die Liebe die physischen Grenzen überwindet und die Verbindung durch ein tiefes Wissen und eine beständige Erwartung aufrechterhält. In den folgenden Strophen wird die Intensität der Sehnsucht und das Verlangen nach der Gegenwart des Geliebten deutlich. Die Erzählerin sehnt sich nach den sanften Händen, der frommen Schönheit und der klugen Güte des Geliebten. Sie ist bereit, alles zu geben, was sie hat, und ihre Gedanken, Liebe, Worte, Schmerzen und Sünden mit ihm zu teilen. Die Liebe wird als ein Akt der völligen Hingabe und des Teilens dargestellt, der bis zur Selbstaufgabe reicht. Die letzten Strophen vermitteln eine mystische und spirituelle Dimension der Liebe. Die Träume der Erzählerin sind voller Zärtlichkeit des Geliebten, und ihr Blut singt seine Unendlichkeit. Der Geliebte wird als eine "weiße Seele" und als "unsterblich" bezeichnet, was auf eine transzendente und ewige Qualität der Liebe hindeutet. Der Geliebte blüht in der Liebe der Erzählerin, in ihren Ängsten und in ihrem Glück, was die allumfassende Natur der Liebe unterstreicht. Das Gedicht endet mit der Wiederholung des Bildes des Blühens im Gestirn der Liebe, was die beständige und leuchtende Präsenz des Geliebten in der Welt der Erzählerin betont.
Schlüsselwörter
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Stilmittel
- Anapher
- Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.
- Bildlichkeit
- Du blühst sehr wunderbar / Im Gestirn meiner Liebe
- Hyperbel
- Meiner Seligkeit Sonnen werden dir scheinen
- Metapher
- Meine Träume sind voll deiner Zärtlichkeit
- Parallelismus
- Alles, was ich habe, will ich dir schenken, / Alles was ich denke, will ich dir denken
- Personifikation
- Mein Blut singt süß deine Unendlichkeit