An den König

Karl Wilhelm Ramler

1744

Friedrich! du, dem ein Gott das für die Sterblichen Zu gefährliche Loos eines Monarchen gab, Und, o Wunder! der du glorreich dein Loos erfüllst, Siehe! deiner von Ruhm trunkenen Tage sind Zwanzigtausend entflohn; ihnen folgt allzubald Jedes Denkmaal von dir: alle die Tempel, der Götter! wäre doch ich dieser beneidete Barde! selber zu schwach, aber durch meinen Held, Und die Sprache gestärkt, die wie Kalliopens Tuba tönet: wie weit liess ich euch hinter mir, Sänger Heinrichs! und dich, ganze Zunft Ludewigs.

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Interpretation

Das Gedicht "An den König" von Karl Wilhelm Ramler ist ein Lobgedicht auf Friedrich den Großen, den preußischen König. Der Dichter preist Friedrichs heroische Taten und seine glanzvolle Herrschaft. Ramler vergleicht Friedrich mit einem Gott, der ihm das gefährliche Schicksal eines Monarchen gegeben hat. Er bewundert Friedrichs Fähigkeit, dieses Schicksal mit Ruhm zu erfüllen und seine glorreiche Herrschaft über zwanzigtausend Tage zu führen. Ramler betont die Vergänglichkeit des Ruhms und der Denkmäler, die Friedrich hinterlassen wird, aber auch die Unsterblichkeit seiner Taten und seines Vermächtnisses. Der Dichter drückt seinen Wunsch aus, selbst ein berühmter Barde zu sein, der die Taten Friedrichs in heroischen Versen besingen kann. Er fühlt sich jedoch zu schwach, um dies alleine zu tun, und wendet sich an seinen Helden, Friedrich, um Unterstützung. Ramler betont die Kraft der Sprache und vergleicht sie mit der Tuba des Kalliope, der Muse der epischen Dichtung. Er behauptet, dass er mit der Hilfe Friedrichs und der gestärkten Sprache weit über andere Sänger wie Heinrich und die gesamte Zunft Ludewigs hinausgehen würde. Das Gedicht endet mit einem Ausdruck der Bewunderung und des Respekts für Friedrichs heldenhafte Taten und seinen unsterblichen Ruhm.

Schlüsselwörter

loos friedrich gott sterblichen gefährliche monarchen gab wunder

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
Friedrich! du, dem ein Gott das für die Sterblichen
Appell
Friedrich! du, dem ein Gott das für die Sterblichen
Hyperbel
Zwanzigtausend entflohn
Kontrast
o Wunder! der du glorreich dein Loos erfüllst
Metapher
deiner von Ruhm trunkenen Tage
Personifikation
alle die Tempel, der Götter!
Vergleich
die Sprache gestärkt, die wie Kalliopens Tuba tönet