An den Bach
1806Der du immerdar die Fläche Dieser Auen strömst entlang, Mich, du lieblichster der Bäche! Zieht auch stets derselbe Hang.
Deines Murmelns sanfte Klage Uebertäubt nicht diesen Raum; Leise bricht, was ich ertrage, Aus gespresstem Herzen kaum.
Rein von den Gewäßern allen Rinnet deine Silberflut, Doch nicht reiner kann sie wallen Als in mir der Liebe Glut.
Stürme, die das Meer empören, Halten deinen Lauf nicht auf; Keines Schicksals Wetter stören Meiner Liebe treuen Lauf.
Wandelt Sie durch diese Wildnis, So wirfst du ihr Bild zurück; In dem Herzen stets Ihr Bildnis Trag ich und in ihm mein Glück.
Sichern Boden bis zum Grunde Schaut in dir man allerwärts. Mir auch schwebt das Herz im Munde Und sie blickt mir gern ins Herz.
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Interpretation
Das Gedicht "An den Bach" von Heinrich Christian Boie ist eine lyrische Ode an einen Bach, der den Dichter mit seiner Schönheit und Beständigkeit fasziniert. Der Bach wird als Symbol für die Liebe des Dichters verwendet, die ebenso rein und unerschütterlich ist wie das Wasser des Baches. Der Dichter vergleicht die sanfte Klage des Murmelns des Baches mit dem Schmerz, den er in seinem Herzen trägt, und die Reinheit des Wassers mit der Reinheit seiner Liebe. Das Gedicht beschreibt auch die Unerschütterlichkeit der Liebe des Dichters, die durch keine Stürme oder Schicksalsschläge gestört werden kann. Der Dichter vergleicht die Beständigkeit seines Herzens mit dem sicheren Boden, der in dem Bach zu sehen ist, und drückt seine Hoffnung aus, dass seine Liebe ebenso unerschütterlich sein wird. Das Gedicht endet mit einer Anspielung auf die Hoffnung des Dichters, dass seine Geliebte in sein Herz blicken wird, um die Liebe zu sehen, die er für sie empfindet. Insgesamt ist das Gedicht eine schöne Ode an die Natur und die Liebe, die den Leser dazu einlädt, die Schönheit der Welt um uns herum zu schätzen und die Kraft der Liebe zu erkennen, die uns durch alle Stürme des Lebens tragen kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Sichern Boden bis zum Grunde
- Anapher
- Stürme, die das Meer empören, / Halten deinen Lauf nicht auf; / Keines Schicksals Wetter stören / Meiner Liebe treuen Lauf
- Enjambement
- Deines Murmelns sanfte Klage / Uebertäubt nicht diesen Raum; / Leise bricht, was ich ertrage, / Aus gespresstem Herzen kaum
- Hyperbel
- Sichern Boden bis zum Grunde / Schaut in dir man allerwärts
- Metapher
- Doch nicht reiner kann sie wallen / Als in mir der Liebe Glut
- Personifikation
- Der du immerdar die Fläche / Dieser Auen strömst entlang
- Reimschema
- AABB
- Symbolik
- Sichern Boden bis zum Grunde / Schaut in dir man allerwärts
- Vergleich
- Sichern Boden bis zum Grunde / Schaut in dir man allerwärts