An Damis Geburtstage (2)
1754Du meiner Wünsche Ziel, mein Damis! welch Entzücken Fühlt heute Deiner Freundinn Brust! Du lebst! und liebest mich! mein Leben zu beglücken Erkohrst Du Dir zur größten Lust.
Die Vorsicht wolle doch mich lange würdig finden, Von Dir, mein Freund, geliebt zu seyn. O! möchte sie mich nie der süßen Pflicht entbinden, Mich diesen Tag mit Dir zu freun!
Jedoch, wenn dermaleinst mit seinen Mordgewehren Der Todes-Engel uns wird dräun: O Freund! dann müsse noch Dein Leben lange währen Und Dir mein Tod ein Opfer seyn.
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Interpretation
Das Gedicht "An Damis Geburtstage (2)" von Johanna Charlotte Unzer ist ein leidenschaftliches Liebesgedicht, das die tiefe Zuneigung und das Glück der Sprecherin zu ihrem Geliebten Damis zum Ausdruck bringt. Die Freundin feiert Damis' Geburtstag und drückt ihre Freude darüber aus, dass er lebt und sie liebt. Sie wünscht sich, dass ihre Vorsicht sie weiterhin würdig findet, von ihm geliebt zu werden, und dass sie diesen Tag für immer mit ihm feiern kann. Die Sprecherin bittet den Tod, Damis' Leben zu verschonen und stattdessen ihr eigenes Leben zu opfern. Sie ist bereit, für ihn zu sterben, um sein Glück und seine Liebe zu bewahren. Das Gedicht endet mit einem dramatischen Aufruf an den Tod, Damis' Leben zu verschonen und ihr eigenes Leben zu opfern.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Du lebst! und liebest mich!
- Apostrophe
- Du meiner Wünsche Ziel, mein Damis!
- Hyperbel
- Mordgewehren
- Metapher
- Der Todes-Engel
- Personifikation
- Die Vorsicht wolle doch mich lange würdig finden