An Bella
1761Nein! Vergebens winkst du mir! Ach, zu sündigen mit dir, Könnte Gott mir nicht verzeihen; Denn ich würd′ es nie bereuen.
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Interpretation
Das Gedicht "An Bella" von Friedrich Haug handelt von einer inneren Zerrissenheit, in der sich der Sprecher zwischen der Anziehungskraft einer Frau namens Bella und seinen moralischen Bedenken befindet. Der Titel deutet darauf hin, dass Bella die angesprochene Person ist, und die erste Zeile "Nein! Vergebens winkst du mir!" zeigt, dass der Sprecher ihre Einladung oder Aufforderung ablehnt. Die zweite Zeile "Ach, zu sündigen mit dir" offenbart, dass der Sprecher eine Versuchung verspürt, mit Bella eine sündige Handlung zu begehen. Es wird deutlich, dass diese Handlung als moralisch verwerflich angesehen wird, da der Sprecher in der nächsten Zeile sagt, dass Gott ihm diese Sünde nicht verzeihen könnte. Die letzte Zeile "Denn ich würd′ es nie bereuen" zeigt jedoch, dass der Sprecher trotz seiner moralischen Bedenken keine Reue empfinden würde, wenn er sich auf diese sündige Handlung einlassen würde. Das Gedicht vermittelt eine ambivalente Stimmung, in der der Sprecher zwischen seiner Anziehungskraft zu Bella und seinen moralischen Bedenken hin- und hergerissen ist. Es zeigt die menschliche Natur, die oft von inneren Konflikten geprägt ist und zwischen Versuchung und Gewissen schwankt. Das Gedicht lässt den Leser über die Komplexität menschlicher Emotionen und moralischer Entscheidungen nachdenken.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- denn ich würd′ es nie bereuen
- Anapher
- Nein! Vergebens winkst du mir!
- Betonung
- Könnte Gott mir nicht verzeihen
- Metapher
- zu sündigen mit dir