An **

Johann Georg Jacobi

1740

Entfliehe nicht! du hörst ja keine Klagen; Kein nasser Blick und keine Seufzer sagen, Was tief mein Herz in sich verschließt. Noch immer war mein einziges Verlangen, Dieß Sonnenlicht zu sehn auf deinen Wangen, In dieser Luft, die dich umfließt.

O könnt′ ich nur, o könnt′ ich, ungesehen, Mein Leben lang an deiner Seite gehen, Und Tag und Nacht dein Engel seyn! Du solltest nichts von meiner Liebe wissen; Ich wollte gern den Lohn der Treue missen, Und bliebe doch auf ewig dein.

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Interpretation

Das Gedicht "An **" von Johann Georg Jacobi thematisiert die unausgesprochene Liebe des lyrischen Ichs zu einer geliebten Person. Der Sprecher bittet die Geliebte, nicht zu fliehen, da er keine Klagen oder Seufzer äußert, sondern seine tiefen Gefühle für sich behält. Sein einziges Verlangen ist es, das Sonnenlicht auf den Wangen der Geliebten zu sehen und in der Luft zu sein, die sie umgibt. In der zweiten Strophe drückt der Sprecher den Wunsch aus, sein Leben lang ungesehen an der Seite der Geliebten gehen zu können und ihr Engel zu sein. Er möchte, dass die Geliebte nichts von seiner Liebe erfährt und ist bereit, den Lohn der Treue zu missen. Dennoch bleibt er für immer ihr, auch wenn sie nichts von seinen Gefühlen weiß. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Sehnsucht und Selbstaufopferung des lyrischen Ichs. Es zeigt die Schmerzen und die Schönheit einer unerwiderten Liebe, bei der der Sprecher bereit ist, sein Glück für die Geliebte aufzugeben, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten.

Schlüsselwörter

keine könnt entfliehe hörst klagen kein nasser blick

Wortwolke

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Stilmittel

hyperbel
Der Wunsch, ein Leben lang ungesehen an der Seite der Person zu gehen und ihr Engel zu sein.
kontrast
Der Kontrast zwischen dem Wunsch, die Liebe geheim zu halten, und dem Wunsch, für immer mit der Person zusammen zu sein.
metapher
Die Seele oder das Herz wird als etwas beschrieben, das Dinge verschließen oder verbergen kann.
parallelismus
Die Struktur der Sätze in den Zeilen 'Du solltest nichts von meiner Liebe wissen; Ich wollte gern den Lohn der Treue missen'.
personifikation
Die Luft wird als etwas beschrieben, das die Person umfließt.