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1777Wenn ich die Brust dir je, o Sensitiva, verletze, Nimmermehr dichten will ich: Pest sei und Gift dann mein Lied.
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Interpretation
Das Gedicht "An Sensitiva" von Heinrich von Kleist ist ein kurzes, aber intensives Bekenntnis der Liebe und der Angst vor Verletzung. Der Sprecher richtet sich direkt an eine Frau namens Sensitiva und verspricht, nie wieder zu dichten, falls er ihr jemals Schmerz zugefügt haben sollte. Dieses Versprechen unterstreicht die tiefe Verbundenheit und das Mitgefühl, das der Sprecher für Sensitiva empfindet. Die Verwendung des Wortes "Sensitiva" deutet darauf hin, dass die angesprochene Person besonders empfindsam und feinfühlig ist. Der Sprecher scheint sich der Verletzlichkeit von Sensitiva bewusst zu sein und möchte ihr auf keinen Fall Schaden zufügen. Die Betonung auf "niemals" unterstreicht die Ernsthaftigkeit dieses Versprechens und die Bedeutung, die der Sprecher der Beziehung beimisst. Die abschließende Zeile "Pest sei und Gift dann mein Lied" ist eine drastische Metapher für die Selbstverurteilung des Sprechers. Sollte er Sensitiva verletzen, wünscht er sich, dass seine künftigen Werke von Krankheit und Gift durchdrungen sind. Dies verdeutlicht die tiefe Schuldgefühle und die Selbstaufgabe, die der Sprecher bereit ist zu akzeptieren, um Sensitiva zu schützen. Das Gedicht ist somit ein kraftvolles Zeugnis von Liebe, Hingabe und der Angst vor Verletzung in einer Beziehung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- anapher
- Wenn ich die Brust dir je, o Sensitiva, verletze
- metapher
- Pest sei und Gift dann mein Lied