An ...
1829Ich traure nicht, daß schon am Ziel Mein irdisches Geschick, Daß langer Jahre Frucht zerfiel In einem Augenblick.
Nicht, daß kein einziger wie ich So einsam und unstet, Bloß darum, daß weinst um , Der nur vorübergeht.
Anhören
Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Interpretation
Das Gedicht "An ..." von Edgar Allan Poe beschäftigt sich mit dem Thema des Todes und der Vergänglichkeit des Lebens. Der Sprecher drückt aus, dass er nicht trauert, dass sein irdisches Geschick am Ziel angelangt ist und die Frucht seiner langen Jahre in einem Augenblick zerfiel. Dies deutet auf eine gewisse Resignation und Akzeptanz des Todes hin, ohne dabei Trauer oder Bedauern zu empfinden. Der zweite Teil des Gedichts verdeutlicht, dass der Sprecher nicht allein deshalb trauert, weil er einsam und unstet war, sondern weil die Person, um die er trauert, nur vorübergehend in seinem Leben war. Dies impliziert eine tiefe emotionale Verbindung zu jemandem, der nur für kurze Zeit Teil seines Lebens war, aber dennoch einen starken Eindruck hinterlassen hat. Der Sprecher scheint zu erkennen, dass der Verlust dieser Person schmerzhafter ist als der eigene Tod oder das Ende seines Lebens. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung und reflektiert über die Vergänglichkeit des Lebens und die tiefe Trauer, die durch den Verlust eines geliebten Menschen entsteht. Poe nutzt hier die Metapher des Lebens als eine Reise, die unweigerlich zu einem Ende führt, und betont die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen und den Schmerz, der durch ihren Verlust entsteht.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anapher
- Nicht, daß kein einziger wie ich
- Hyperbel
- In einem Augenblick
- Metapher
- Daß langer Jahre Frucht zerfiel
- Personifikation
- Mein irdisches Geschick
- Rhetorische Frage
- Bloß darum, daß weinst um