An -
1809Die Kelche, oft im Traum erschaut, Wo Singvögel sich wiegen, Sind deine Lippen - und der Laut Melodisch draus entstiegen -
Dein Augenstrahl, mir sanft erglüht, Fällt mitten in dem Dunkel Auf mein undüstertes Gemüt Wie eines Sterns Gefunkel.
Dein Herz - dein Herz, seufz′ ich gepreßt Und träume bis zum Tage Vom Glück, das sich nicht greifen läßt. Doch will, daß man es wage.
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Interpretation
Das Gedicht "An -" von Edgar Allan Poe ist eine lyrische Liebeserklärung, die die Schönheit und Anziehungskraft der geliebten Person in bildhafter Sprache beschreibt. Der Sprecher vergleicht die Lippen der Angebeteten mit Kelchen, in denen sich Singvögel wiegen, und ihre Stimme mit einer melodischen Melodie. Die Augen der Geliebten werden als sanft leuchtender Strahl beschrieben, der wie ein Sternschnuppen im Dunkel des Sprechers Gemüt fällt. Der Sprecher sehnt sich danach, das Herz der Geliebten zu umarmen und träumt von dem Glück, das sich nicht greifen lässt, aber doch gewagt werden will. Das Gedicht vermittelt eine tiefe emotionale Intensität und die Sehnsucht nach einer unerreichbaren Liebe. Die bildhafte Sprache und die Metaphern schaffen eine romantische und poetische Atmosphäre, die den Leser in die Welt der Liebe und Sehnsucht entführt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- hyperbel
- Vom Glück, das sich nicht greifen läßt
- metapher
- Die Kelche, oft im Traum erschaut, sind deine Lippen
- personifikation
- Wo Singvögel sich wiegen
- vergleich
- Dein Augenstrahl, mir sanft erglüht, fällt mitten in dem Dunkel auf mein undüstertes Gemüt wie eines Sterns Gefunkel