Am vierdten Sontage deß Advents

Friedrich Freiherr von Logau

1605

Wer weiche Kleider trägt, taug schwerlich in die Wüsten; Wer für dem Creutze weicht, taug übel unter Christen. In Dörner, Heck und Pusch gehört ein ledern Kleid; Noth, Trübsal, Angst und Tod erheischt Beständigkeit.

Anhören

Das Gedicht als Bild, zum Downloaden und Teilen

Illustration zu Am vierdten Sontage deß Advents

Interpretation

Das Gedicht "Am vierdten Sontage deß Advents" von Friedrich Freiherr von Logau behandelt die Themen Standhaftigkeit und wahre christliche Gesinnung. Es kontrastiert äußere Bequemlichkeit mit innerer Stärke und betont, dass wahre Christen auch in schwierigen Zeiten standhaft bleiben müssen. Das Gedicht beginnt mit einem Vergleich: Wer weiche Kleider trägt, ist für die Wüste ungeeignet. Dies symbolisiert, dass ein Leben in Bequemlichkeit und Luxus nicht darauf vorbereitet, die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Ähnlich verhält es sich mit dem Christen, der vor dem Kreuz zurückschreckt – er ist in der christlichen Gemeinschaft fehl am Platz. Das Kreuz steht hier für die Leiden und Prüfungen, die ein wahrer Gläubiger auf sich nehmen muss. Im zweiten Teil des Gedichts wird deutlich, dass in Zeiten der Not, der Trübsal, der Angst und des Todes Beständigkeit gefragt ist. Diese Eigenschaften werden mit einem ledernen Kleid verglichen, das für harte Bedingungen wie Dornen, Gestrüpp und Gestein geeignet ist. Der Dichter fordert den Leser auf, sich auf die Widrigkeiten des Lebens vorzubereiten und nicht in weichen, bequemen Gewändern zu verharren. Nur so kann man als wahrer Christ bestehen und den Herausforderungen des Lebens gewachsen sein.

Schlüsselwörter

taug weiche kleider trägt schwerlich wüsten creutze weicht

Wortwolke

Wortwolke zu Am vierdten Sontage deß Advents

Stilmittel

Bildlichkeit
In Dörner, Heck und Pusch gehört ein ledern Kleid
Hyperbel
Noth, Trübsal, Angst und Tod erheischt Beständigkeit
Kontrast
Wer weiche Kleider trägt, taug schwerlich in die Wüsten; Wer für dem Creutze weicht, taug übel unter Christen.
Metapher
Wer für dem Creutze weicht
Parallelismus
Wer weiche Kleider trägt, taug schwerlich in die Wüsten; Wer für dem Creutze weicht, taug übel unter Christen.