Am Ufer

Richard Dehmel

1920

Die Welt verstummt, dein Blut erklingt; in seinen hellen Abgrund sinkt der ferne Tag,

er schaudert nicht; die Glut umschlingt das höchste Land, im Meere ringt die ferne Nacht,

sie zaudert nicht; der Flut entspringt ein Sternchen, deine Seele trinkt das ewige Licht.

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Illustration zu Am Ufer

Interpretation

Das Gedicht "Am Ufer" von Richard Dehmel ist eine sinnliche und metaphorische Beschreibung einer intimen Begegnung zwischen zwei Liebenden. Der Sprecher des Gedichts beschreibt, wie die Welt um sie herum verstummt, während ihre Leidenschaft und ihr Verlangen wachsen. Die Bilder von Tag und Nacht, die sich im Meer spiegeln, symbolisieren die Dualität ihrer Beziehung und die Intensität ihrer Gefühle. Das Gedicht ist in vier Strophen unterteilt, die jeweils eine andere Phase der Begegnung beschreiben. In der ersten Strophe wird die Stille und die wachsende Leidenschaft eingeführt. Die zweite Strophe beschreibt, wie die Liebenden sich näherkommen und sich gegenseitig berühren. In der dritten Strophe erreicht die Leidenschaft ihren Höhepunkt, während die Liebenden sich ineinander verlieren. Die letzte Strophe endet mit einem Bild von ewiger Liebe und Verbundenheit, symbolisiert durch das "ewige Licht", das die Seele des Sprechers trinkt. Insgesamt ist "Am Ufer" ein Gedicht, das die Intensität und Schönheit einer intimen Begegnung einfängt. Die Sprache ist sinnlich und metaphorisch, und die Bilder sind eindringlich und emotional. Das Gedicht vermittelt ein Gefühl von Leidenschaft, Verlangen und ewiger Liebe, das den Leser in seinen Bann zieht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Metapher
deine Seele trinkt das ewige Licht
Personifikation
sie zaudert nicht