Am Tage vor dem Abendmahl

Clemens Brentano

1834

Was ich tue, was ich denke, Alles, was mit mir geschieht, Herr! nach deinem Auge lenke, Das auf meine Wege sieht.

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Interpretation

Das Gedicht "Am Tage vor dem Abendmahl" von Clemens Brentano thematisiert die Hingabe des lyrischen Ichs an Gott. In den ersten beiden Zeilen wird deutlich, dass das Ich all seine Taten und Gedanken sowie alles, was ihm widerfährt, in die Hände Gottes legt. Es unterwirft sich vollständig dem göttlichen Willen. Im zweiten Teil des Gedichts richtet das Ich einen direkten Appell an Gott. Es bittet den Herrn, seine Augen auf die Wege des Ichs zu richten und diese zu lenken. Das Ich vertraut darauf, dass Gott seinen Weg sieht und ihn leiten wird. Es übergibt die Kontrolle über sein Leben an die göttliche Vorsehung. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefe Frömmigkeit und das Bestreben des lyrischen Ichs, sich ganz in die Hände Gottes zu begeben. Es drückt den Wunsch aus, im Einklang mit dem göttlichen Willen zu leben und sich von Gott leiten zu lassen. Das Ich sucht die Nähe zu Gott und die Ausrichtung seines Lebens an dessen Maßstäben.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Was ich tue, was ich denke, Alles, was mit mir geschieht,
Apostrophe
Herr! nach deinem Auge lenke,
Metapher
das auf meine Wege sieht