Am Rhein
1815Laßt klingen tröstlichen Feierklang Vom schäumenden Rebenglas! Laßt brausen festlichen Rundgesang, Durch ihn schon Mancher genas! Auch dieser Stunde Spur Wird einst verwischt und verschwunden sein, Doch still davon, Wir wissen schon - Ach! einmal leben wir nur!
Was eifert ihr um der Wahrheit Licht, Die Wahrheit findet sich schon, Und will auch Uns noch erklingen nicht Ihr lauterer Glockenton! Klingt an mit lichtem Pokal! Aneinander o prüfet der Kelche Klang! Ein Gott soll sein Im edeln Wein, Erlöset den Gott einmal!
Und trinkend lauschet des Herzens Wort, Dort kündigt der Gott sich an, Die beste Wahrheit, sie kömmt von dort, Die frohe für Jedermann. Es ist die Blume des Weins Der Athem des Gotts und der Gott er ist Der Liebe Geist, Den Alles preist Am glücklichen Ufer des Rheins!
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Interpretation
Das Gedicht "Am Rhein" von Ludwig Eichrodt ist ein feierliches Loblied auf das Leben, die Gemeinschaft und die göttliche Natur des Weins. In den ersten beiden Strophen ruft der Sprecher dazu auf, die Freuden des Augenblicks zu genießen und den tröstlichen Klang des Weins zu hören. Er betont, dass die Zeit vergeht und die Spuren dieses Moments verwischt werden, aber die Erinnerung und das Wissen um die Einzigartigkeit des Lebens bleiben. Der Wein wird als Symbol für die Wahrheit und den göttlichen Geist dargestellt, der Erlösung und Erleuchtung bringt. In der dritten Strophe lenkt der Sprecher die Aufmerksamkeit auf die innere Stimme des Herzens, die den Gott in sich selbst offenbart. Er behauptet, dass die beste Wahrheit von dort kommt und für jeden Menschen frohe Botschaft bringt. Der Wein wird als Blume und Atem des Gottes beschrieben, der die Liebe und den Geist verkörpert, der von allem am glücklichen Ufer des Rheins gepriesen wird. Das Gedicht "Am Rhein" von Ludwig Eichrodt ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Wertschätzung des Lebens, der Gemeinschaft und der spirituellen Dimension des Weins. Es ermutigt den Leser, den gegenwärtigen Moment zu genießen und die innere Stimme des Herzens zu hören, die den göttlichen Geist in sich selbst offenbart. Der Wein wird als Symbol für die Wahrheit, die Liebe und die Erlösung dargestellt, die allen Menschen am Ufer des Rheins zugänglich sind.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Apostrophe
- Was eifert ihr um der Wahrheit Licht
- Bildlichkeit
- Am glücklichen Ufer des Rheins
- Metapher
- Der Athem des Gotts und der Gott er ist
- Personifikation
- Die Wahrheit findet sich schon
- Symbolik
- Vom schäumenden Rebenglas