Am Grabe Anselmos

Matthias Claudius

1773

Daß ich dich verloren habe, Daß du nicht mehr bist, Ach! daß hier in diesem Grabe Mein Anselmo ist, Das ist mein Schmerz! Seht, wie liebten wir uns beide, Und, solang ich bin, kommt Freude Niemals wieder in mein Heer.

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Interpretation

Das Gedicht "Am Grabe Anselmos" von Matthias Claudius handelt von der tiefen Trauer und dem Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen. Die Verse vermitteln eine intensive emotionale Verzweiflung und Einsamkeit, die der Verlust mit sich bringt. Der Sprecher des Gedichts drückt seine Trauer darüber aus, dass sein Anselmo gestorben ist und nun in diesem Grab liegt. Der Schmerz über diesen Verlust ist so stark, dass er das gesamte Leben des Sprechers beherrscht. Die Zeilen "Daß ich dich verloren habe, / Daß du nicht mehr bist" verdeutlichen die Endgültigkeit des Todes und die Tatsache, dass der geliebte Mensch nicht mehr existiert. Der Sprecher scheint sich noch immer nicht mit diesem Verlust abgefunden zu haben und sehnt sich nach der Vergangenheit, als sie noch zusammen waren. Die Erwähnung des Grabes verstärkt die Endgültigkeit des Todes und die Tatsache, dass Anselmo nun für immer von dieser Welt gegangen ist. Der letzte Vers "Und, solang ich bin, kommt Freude / Niemals wieder in mein Heer" verdeutlicht die tiefe Trauer und den Verlust, den der Sprecher empfindet. Es scheint, als ob der Tod Anselmos das Leben des Sprechers für immer verändert hat und er keine Freude mehr empfinden kann. Die Verwendung des Wortes "Heer" könnte metaphorisch für das Leben des Sprechers stehen und verdeutlichen, dass ohne Anselmo das Leben leer und freudlos ist.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
Daß ich dich verloren habe, Daß du nicht mehr bist, Ach! daß hier in diesem Grabe Mein Anselmo ist
Ausruf
Ach! daß hier in diesem Grabe Mein Anselmo ist
Metapher
kommt Freude Niemals wieder in mein Heer