Am Bächle
1879S Bächle schwätzt im Busch verborga Und as sait: “Heazbruder, lach Au mit miar, wirf deini Sorga Keackle zuamer rei’ in Bach.
Wött i ällas äschtamiara, Windla oder Schlotzerbleatz, Glei da’n Appatit verliara, Brüaderle, noch wär as leatz.
Richt mer au a reacht verheiter Bour sei’ Güll ins Bettle nei’, Lauf i denischt luschtig weiter, Wear vom sealbar wieder rei'.
Oder wenn a mol a Gearber Seine kirri Kogahäut In mi hängt und druff der Färber Noch sei’ Giftbrüah in me keit,
Sott i do dahinta bleiba Und verzürnt in Winkel stauh’, S Bläterle dött zema kleiba Und koi’ Tröpfle von mer lau'?
Bruadar, laß du deine Sorga, Ischt au heu’t a Reagatag, Scheint doch wieder moanamorga D Sonna über Busch und Hag.
Älles loht se überwinda, Nu’ da Kopf äll oba trait! Glaubs, du weasch in kuzem finda, S Bächle hä der d Wohret gsait.”
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Interpretation
Das Gedicht "Am Bächle" von Michel Buck ist ein schwäbisches Gedicht, das die Natur und das Leben in der Region thematisiert. Es erzählt von einem Bach, der im Busch verborgen liegt und zu seinem Bruder spricht, ihn zum Lachen und zum Wegwerfen seiner Sorgen ermutigt. Der Bach rät dazu, das Leben zu genießen und die kleinen Freuden zu schätzen, anstatt sich von Sorgen und Problemen überwältigen zu lassen. Der zweite Teil des Gedichts beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten des Lebens, die den Menschen belasten können. Es geht um die Mühen der Arbeit, die Enttäuschungen und die Verletzungen, die man im Leben erfahren kann. Der Bach ermutigt dazu, diese Dinge nicht zu sehr zu bedauern, sondern sich davon nicht unterkriegen zu lassen. Er fordert dazu auf, die Sorgen loszulassen und das Leben trotz aller Widrigkeiten zu genießen. Im letzten Teil des Gedichts wird die Botschaft des Bachs noch einmal deutlich. Er ermutigt dazu, die Sorgen loszulassen und das Leben zu genießen. Er betont, dass es immer wieder Tage gibt, an denen man sich freuen kann, und dass die Sonne auch nach einem trüben Tag wieder scheinen wird. Das Gedicht endet mit der Aufforderung, den Kopf oben zu tragen und das Leben zu meistern, denn der Bach hat die Wahrheit gesagt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- S Bächle schwätzt im Busch verborga
- Anspielung
- Ischt au heu't a Reagatag
- Bildsprache
- Scheint doch wieder moanamorga D Sonna über Busch und Hag
- Enjambement
- Soll ich dort unten bleiben und verzürnt in Winkel stauh', S Bläterle dött zema kleiba und koi' Tröpfle von mer lau'?
- Hyperbel
- Älles loht se überwinda
- Imperativ
- Heazbruder, lach
- Metapher
- Werfe deine Sorgen ins Bach
- Parallelismus
- Richt mer au a reacht verheiter Bour sei' Güll ins Bettle nei', Lauf i denischt luschtig weiter, Wear vom sealbar wieder rei'
- Personifikation
- S Bächle schwätzt im Busch verborga
- Rhetorische Frage
- Soll ich dort unten bleiben und verzürnt in Winkel stauh', S Bläterle dött zema kleiba und koi' Tröpfle von mer lau'?