Am andren Sontage deß Advents
1605Die Kranckheit wandelt sich, wann Neu-Licht mit dem alten Am Monden Wechsel hält. Wann Wechsel werden halten Die Ewigkeit und Zeit, wird dort, dem hier auff Erden War übel, werden wol, dem wol war, übel werden.
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Interpretation
Das Gedicht "Am andren Sontage deß Advents" von Friedrich Freiherr von Logau beschäftigt sich mit den Themen der Vergänglichkeit und der Hoffnung auf Besserung. Die Krankheit, die sich wandelt, wenn neues Licht mit dem alten am Mondenwechsel hält, symbolisiert den ständigen Wandel und die Möglichkeit der Erneuerung im Leben. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Frage aufgeworfen, wann die Ewigkeit und die Zeit einen Wechsel halten werden. Dies deutet auf die Sehnsucht nach einer endgültigen Veränderung oder Erlösung hin. Die Vorstellung, dass dort, wo es auf Erden übel war, alles gut werden wird, und umgekehrt, lässt auf eine Umkehrung der Verhältnisse in einer jenseitigen Welt schließen. Die Verwendung des Adventssonntags als zeitlicher Rahmen unterstreicht die christliche Hoffnung auf Erlösung und die Erwartung einer besseren Zukunft. Das Gedicht vermittelt eine Mischung aus Resignation gegenüber den irdischen Leiden und der Zuversicht auf eine letztliche Gerechtigkeit und Besserung in der Ewigkeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Gleichnis
- wann Wechsel werden halten Die Ewigkeit und Zeit
- Kontrast
- dem hier auff Erden War übel, werden wol, dem wol war, übel werden
- Metapher
- Die Kranckheit wandelt sich
- Personifikation
- Neu-Licht mit dem alten Am Monden Wechsel hält