Als sie sich im Schnee erlüstirete.

Paul Fleming

unknown

Spiel immer, wie du tust, doch denke diß darbei, daß unter diesem Scherz auch etwas Ernstlichs sei! Du übertriffst, mein Lieb, des liechten Schnees Brauch: so viel du weißer bist, das bist du kälter auch.

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Illustration zu Als sie sich im Schnee erlüstirete.

Interpretation

Das Gedicht "Als sie sich im Schnee erlüstirete" von Paul Fleming thematisiert die Beziehung zwischen Schönheit und Kälte. Die Sprecherin fordert die Geliebte auf, weiterhin zu spielen und zu scherzen, wie sie es gewohnt ist. Doch sie soll dabei bedenken, dass hinter dem Scherz auch ein ernster Aspekt steckt. Die Geliebte übertrifft die Eigenschaften des Schnees, der als Symbol für Reinheit und Unschuld steht. Sie ist noch weißer als der Schnee, aber auch kälter. Diese Kälte kann sowohl als emotionale Distanz als auch als äußere Kälte interpretiert werden. Die letzten beiden Zeilen des Gedichts verdeutlichen die Ambivalenz der Geliebten. Ihre Schönheit und Reinheit werden bewundert, aber gleichzeitig wird ihre Kälte als unangenehm empfunden. Die Kälte steht hier metaphorisch für die fehlende Wärme und Zuneigung der Geliebten.

Schlüsselwörter

spiel tust denke diß darbei scherz ernstlichs übertriffst

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
daß unter diesem Scherz auch etwas Ernstlichs sei
Metapher
des liechten Schnees Brauch
Vergleich
so viel du weißer bist, das bist du kälter auch