Als sie Blindekuh spielte
1776So gern er auch verborgen bliebe, Entzückt dein Reiz doch jedermann. Verbunden siehet man dich für den Gott der Liebe, Mit offnen Augen izt für seine Mutter an.
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Interpretation
Das Gedicht "Als sie Blindekuh spielte" von Heinrich Christian Boie beschreibt die unwiderstehliche Anziehungskraft einer Frau, die selbst dann bezaubert, wenn sie sich versteckt oder ihre Augen verbunden hat. Der Titel bezieht sich auf das Kinderspiel "Blindekuh", bei dem ein Spieler die Augen verbunden bekommt und andere suchen muss. Dies symbolisiert die Unschuld und Naivität der Frau, die jedoch trotz ihrer vermeintlichen Blindheit für die Liebe und Schönheit empfänglich ist. In den Zeilen "So gern er auch verborgen bliebe, Entzückt dein Reiz doch jedermann" wird deutlich, dass die Frau, obwohl sie sich verstecken möchte, aufgrund ihrer unwiderstehlichen Schönheit von jedem bemerkt und bewundert wird. Ihr Charme und ihre Anziehungskraft sind so stark, dass sie selbst im Verborgenen nicht verborgen bleiben kann. Dies unterstreicht die Vorstellung, dass wahre Schönheit und Anziehungskraft nicht versteckt werden können. Der letzte Teil des Gedichts, "Verbunden siehet man dich für den Gott der Liebe, Mit offnen Augen izt für seine Mutter an", deutet auf die Dualität der Frau hin. Einerseits wird sie als Symbol der Liebe und Leidenschaft gesehen, andererseits als Inbegriff der mütterlichen Schönheit und Reinheit. Dies zeigt die Vielschichtigkeit der Frau und ihre Fähigkeit, verschiedene Aspekte der Liebe und Schönheit zu verkörpern. Das Gedicht feiert letztendlich die universelle Anziehungskraft und die vielschichtige Natur der Frau.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Verbunden siehet man dich für den Gott der Liebe
- Personifikation
- Mit offnen Augen izt für seine Mutter an
- Reimschema
- AABB