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Als du geboren warst

Von

Als du geboren warst ans Licht,
da weintest du, es freuten sich die Deinen;
lebe so, daß, wenn dein Auge bricht,
du dich freust, die Menschen aber weinen!

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Gedicht: Als du geboren warst von Karl von Gerok

Kurze Interpretation des Gedichts

Das Gedicht „Als du geboren warst“ von Karl von Gerok behandelt in prägnanter Form das Thema der Lebensführung und des Vermächtnisses. Es präsentiert eine einfache, aber wirkungsvolle Botschaft, die den Fokus auf die Auswirkungen des eigenen Lebens auf die Umwelt und die Nachwelt legt. Der Dichter verknüpft das irdische Dasein mit dem Moment des Abschieds und setzt damit einen Rahmen für eine reflektierte Auseinandersetzung mit den eigenen Werten und Zielen.

Der erste Vers beschreibt den Beginn des Lebens, die Geburt, und die damit verbundene natürliche Reaktion, das Weinen des Neugeborenen. Im Gegensatz dazu steht die Freude der Angehörigen, die den Beginn eines neuen Lebensabschnitts feiern. Der zweite Teil des Gedichts stellt diese Dynamik auf den Kopf: Das Sterben, das „Auge bricht“, sollte vom Individuum mit Freude empfangen werden, während die Zurückbleibenden um den Verlust trauern sollen. Dieser Perspektivenwechsel ist das zentrale Element des Gedichts.

Die klare Botschaft liegt in der Aufforderung, das eigene Leben so zu gestalten, dass es ein positives Vermächtnis hinterlässt. Die Zeilen implizieren, dass ein erfülltes und wertvolles Leben nicht durch persönliches Glück, sondern durch die Auswirkungen auf andere Menschen definiert wird. Das Gedicht ermutigt dazu, Taten zu setzen, die über den eigenen Tod hinauswirken und das Leben der Anderen positiv beeinflussen. Der Schwerpunkt liegt somit auf der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft.

Geroks Gedicht ist ein Appell an die Selbstlosigkeit und die Bedeutung des menschlichen Kontakts. Es fordert dazu auf, ein Leben zu führen, das von Mitgefühl, Engagement und positiven Beiträgen geprägt ist. Die Einfachheit der Sprache und die klare Struktur machen das Gedicht zugänglich und einprägsam. Die knappe Form ermöglicht eine tiefgreifende Reflexion über die eigene Existenz und die eigene Rolle in der Welt. Es ist ein Aufruf zu einem Leben, das von bleibenden Werten und positiven Spuren geprägt ist.

Weitere Informationen

Hier finden sich noch weitere Informationen zu diesem Gedicht und der Seite.

Lizenz und Verwendung

Dieses Gedicht fällt unter die „public domain“ oder Gemeinfreiheit. Gemeinfreiheit bedeutet, dass ein Werk nicht (mehr) durch Urheberrechte geschützt ist und daher von allen ohne Erlaubnis des Urhebers frei genutzt, vervielfältigt und verbreitet werden darf. Sie tritt meist nach Ablauf der gesetzlichen Schutzfrist ein, z. B. 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Weitere Informationen dazu finden sich hier.