Als du geboren warst

Karl von Gerok

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Als du geboren warst ans Licht, da weintest du, es freuten sich die Deinen; lebe so, daß, wenn dein Auge bricht, du dich freust, die Menschen aber weinen!

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Interpretation

Das Gedicht "Als du geboren warst" von Karl von Gerok beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit des Lebens und der Bedeutung, die ein Mensch hinterlässt. Es beginnt mit dem Moment der Geburt, wo das Neugeborene weint, während die Anwesenden sich freuen. Dies setzt den Kontrast zwischen dem Beginn des Lebens und den Emotionen der Menschen um einen herum. Im zweiten Teil des Gedichts wird der Leser aufgefordert, so zu leben, dass am Lebensende eine Umkehrung der Gefühle eintritt. Wenn das eigene Auge bricht, also der Tod eintritt, soll man sich selbst freuen können, während die Menschen um einen herum weinen. Dies deutet darauf hin, dass ein erfülltes Leben, das positive Spuren hinterlässt, den Tod als Abschluss eines gut gelebten Lebens begrüßenswert macht. Die Botschaft des Gedichts ist somit eine Aufforderung, ein Leben zu führen, das von Bedeutung und positiven Einflüssen auf andere geprägt ist. Es betont die Wichtigkeit, dass das eigene Dasein einen Wert hat, der über die eigene Existenz hinausreicht und bei anderen einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Antithese
du dich freust, die Menschen aber weinen
Kontrast
da weintest du, es freuten sich die Deinen
Metapher
als du geboren warst ans Licht
Parallelismus
lebe so, daß, wenn dein Auge bricht, du dich freust, die Menschen aber weinen