Almosen
1838Es reicht der Armuth Hand das beste Bettelbrot; Wer selbst in Drangsal, hilft am rühmlichsten aus Noth, Und der wird meist von Gott geliebt, Der, weil er Andern giebt, die Hände selbst läßt leer; Denn Der, der wenig giebt von Wenigem, giebt mehr, Als Der, der viel von Vielem giebt.
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Interpretation
Das Gedicht "Almosen" von Christian Wernicke thematisiert die Bedeutung und den Wert von Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Es betont, dass es besonders rühmlich ist, wenn jemand, der selbst in Not ist, anderen hilft. Der Autor legt nahe, dass es eine göttliche Liebe ist, die denjenigen bevorzugt, der anderen gibt, obwohl er selbst wenig hat. In den Zeilen "Denn Der, der wenig giebt von Wenigem, giebt mehr, / Als Der, der viel von Vielem giebt" wird die Idee vermittelt, dass die Größe einer Geste nicht in der Menge des gegebenen Gutes liegt, sondern in der Bereitschaft, einen Teil des eigenen Besitzes abzugeben. Es wird suggeriert, dass es bedeutungsvoller ist, wenn jemand, der selbst nur wenig hat, einen Teil davon abgibt, als wenn jemand, der im Überfluss lebt, eine große Menge verschenkt. Das Gedicht schließt mit der Aussage, dass diejenigen, die anderen helfen, selbst "die Hände leer lassen". Dies könnte als Aufforderung verstanden werden, selbstlos zu handeln und nicht darauf zu warten, dass andere einem helfen, sondern selbst aktiv zu werden. Es wird betont, dass es wichtig ist, anderen zu helfen, auch wenn man selbst in einer schwierigen Situation ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Wer selbst in Drangsal
- Hyperbel
- Wer selbst in Drangsal, hilft am rühmlichsten aus Noth
- Kontrast
- Der, der wenig giebt von Wenigem, giebt mehr, / Als Der, der viel von Vielem giebt
- Metapher
- Es reicht der Armuth Hand das beste Bettelbrot
- Parallelismus
- Und der wird meist von Gott geliebt, / Der, weil er Andern giebt, die Hände selbst läßt leer
- Personifikation
- Es reicht der Armuth Hand