Alles zu Allem
1921Es wächst und wächst das Eisen-Netz Der parallelen Schienen, Nach der Entwicklung Muß-Gesetz Kommt über Brücken, Minen, Zug um Zug in Dampf!
Es pflügen Dampfer mehr und mehr Die Flutenwege offen. Der Dock-Schoß wird von Kielen leer: Vom Vorwärts-Drang getroffen Kommt Schiff um Schiff zum Meer!
Es wächst vom Boden Turm um Turm: Fabriken, Haus, Kaserne, Es wühlt und wühlt der Straßenwurm Den Asphaltweg zur Ferne: Kommt langsam Stadt zu Stadt!
Ein Menschenstrom wälzt breit und breit, Bewehrt mit Axt und Pfosten, Durch Wasser, Land und Land und Zeit, Von Süd nach Nord, von West nach Osten: Kommt einend Mensch zu Mensch!
Und Quell wird Fluß, und Fluß wird Bord: Und jede Stunde: Fahrzeit, Und Meer wird Land, und Land wird Ort: Und Kind wird Mann und Arbeit: Kommt Alles und Alles zu Allem!
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Interpretation
Das Gedicht "Alles zu Allem" von Gerrit Engelke beschreibt den unaufhaltsamen Fortschritt der industriellen Revolution und die damit einhergehende Veränderung der Gesellschaft. Es beginnt mit der Darstellung des Eisenbahnnetzes, das sich immer weiter ausbreitet und die Welt durchquert. Die Dampflokomotiven symbolisieren dabei den technischen Fortschritt und die zunehmende Geschwindigkeit des Lebens. Der zweite Abschnitt widmet sich dem Schiffsverkehr, der ebenfalls stetig wächst und die Ozeane befährt. Die Schiffe bringen die Menschen und Güter über die Meere und tragen so zur Globalisierung bei. Die Häfen werden zu wichtigen Knotenpunkten des Welthandels. Im dritten Abschnitt geht es um das Wachstum der Städte und die Urbanisierung. Fabriken, Häuser und Kasernen entstehen und verändern das Stadtbild. Die Straßen werden ausgebaut und verbinden die Städte miteinander. Die Städte wachsen und verschmelzen zu einem einzigen urbanen Raum. Im vierten Abschnitt beschreibt Engelke den Strom der Menschen, der sich über die ganze Welt ausbreitet. Die Menschen wandern von einem Ort zum anderen, um Arbeit zu finden oder neue Möglichkeiten zu nutzen. Sie bringen ihre Kultur und ihre Traditionen mit und tragen so zur kulturellen Vielfalt bei. Das Gedicht endet mit der Aussage, dass alles mit allem verbunden ist und dass sich die Welt ständig verändert. Die Zeit vergeht und die Menschen wachsen und reifen. Die Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens und trägt zur Entwicklung der Gesellschaft bei.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Und Kind wird Mann und Arbeit
- Personifikation
- Es wühlt und wühlt der Straßenwurm