Alles um Liebe

Bruno Wille

1908

Vorbei! Die Stunden wandern; Ins Schattenreich entschwebt Der eine Tag zum andern … O Herz, heißt das gelebt?

Noch blüht ihr, letzte Rosen, Vom Abendstrahl umloht; Mit kalter Hand zu kosen, Kommt diese Nacht der Tod.

Der Garten wird verschneien .. Dann fragt ein Seufzen schwer: Warum nur blieb im Maien Dies Herz von Liebe leer?

Mein Leben geb ich gerne Um Kuß und zärtlich Wort. Und bleibt die Liebe ferne, Ich werf es achtlos fort.

Mag Stund auf Stunde rinnen; Was kümmert mich die Zeit! Ein Augenblick voll Minnen Wiegt eine Ewigkeit.

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Illustration zu Alles um Liebe

Interpretation

Das Gedicht "Alles um Liebe" von Bruno Wille thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens und die zentrale Bedeutung der Liebe. Der Dichter reflektiert über die flüchtigen Stunden und die Frage, ob ein Leben ohne Liebe wirklich gelebt wurde. Die letzten Rosen symbolisieren die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens, während der Tod als unausweichlich dargestellt wird. Wille betont, dass ein Leben ohne Liebe leer und sinnlos erscheint, und dass er sein Leben gerne für Liebe und Zärtlichkeit geben würde. Die Zeit wird als unwichtig dargestellt, solange es Momente voller Liebe gibt, die eine Ewigkeit wiegen. Die Stimmung des Gedichts ist melancholisch und nachdenklich. Wille beschreibt den Lauf der Zeit und die damit verbundene Vergänglichkeit des Lebens. Die Frage "O Herz, heißt das gelebt?" unterstreicht die existenzielle Bedeutung der Liebe für ein erfülltes Leben. Die letzten Rosen und der Tod als kalter Küsser verstärken die düstere Atmosphäre und die Vergänglichkeit des Lebens. Wille betont, dass ein Leben ohne Liebe leer und sinnlos erscheint, und dass er sein Leben gerne für Liebe und Zärtlichkeit geben würde. Die Zeit wird als unwichtig dargestellt, solange es Momente voller Liebe gibt, die eine Ewigkeit wiegen.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Hyperbel
Ein Augenblick voll Minnen Wiegt eine Ewigkeit
Kontrast
Und bleibt die Liebe ferne, Ich werf es achtlos fort
Metapher
Mit kalter Hand zu kosen
Metonymie
Mein Leben geb ich gerne Um Kuß und zärtlich Wort
Personifikation
Der Garten wird verschneien
Rhetorische Frage
Warum nur blieb im Maien Dies Herz von Liebe leer?