Allerseelen

Johann Georg Jacobi

1740

Ruhn in Frieden alle Seelen, Die vollbracht ein banges Quälen, Die vollendet süßen Traum, Lebenssatt, geboren kaum Aus der Welt hinüberschieden: Alle Seelen ruhn in Frieden.

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Interpretation

Das Gedicht "Allerseelen" von Johann Georg Jacobi thematisiert die Ruhe und den Frieden, die den Seelen der Verstorbenen zuteilwerden. Es beginnt mit der Aufforderung, dass alle Seelen in Frieden ruhen mögen, die ein banges Quälen erduldet haben. Dies deutet darauf hin, dass das Leben oft von Leiden und Schmerzen geprägt ist, die nun ein Ende gefunden haben. Im weiteren Verlauf des Gedichts wird die Vorstellung eines süßen Traums angesprochen, der vollendet wurde. Dies könnte als Metapher für ein erfülltes Leben oder einen friedlichen Tod verstanden werden. Die Zeile "Lebenssatt, geboren kaum" suggeriert, dass einige der Verstorbenen nur kurz gelebt haben, aber dennoch einen Zustand der Zufriedenheit erreicht haben. Das Gedicht schließt mit der Betonung, dass alle Seelen, unabhängig von ihrem Lebensweg, in Frieden ruhen sollen. Die Wiederholung des Satzes "Alle Seelen ruhn in Frieden" am Ende verstärkt die Botschaft der Ruhe und des Trostes, die den Verstorbenen zuteilwird. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes für die Hinterbliebenen und betont die universelle Natur des Todes und des Friedens, der danach folgt.

Schlüsselwörter

ruhn frieden alle seelen vollbracht banges quälen vollendet

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Stilmittel

Anapher
Ruhn in Frieden alle Seelen, / Die vollbracht ein banges Quälen, / Die vollendet süßen Traum, / Lebenssatt, geboren kaum / Aus der Welt hinüberschieden: / Alle Seelen ruhn in Frieden.
Metapher
vollbracht ein banges Quälen
Personifikation
Seelen ruhn in Frieden