Aller Anfang ist schwer

Friedrich Haug

1605

Nach einem alten Spruch’ ist aller Anfang schwer, Wann Longus redet, gilt der Kanon nimmermehr; Ihm ist der Anfang leicht, allein das Ende schwer.

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Interpretation

Das Gedicht "Aller Anfang ist schwer" von Friedrich Haug thematisiert die Schwierigkeit von Anfängen im Allgemeinen und stellt diese in Kontrast zu einer Ausnahme. Der erste Vers bezieht sich auf ein altes Sprichwort, das besagt, dass der Anfang einer Sache immer schwerfällt. Dieses Sprichwort wird als allgemeingültig dargestellt und auf viele Lebensbereiche übertragbar. Im zweiten Vers wird eine Person namens Longus eingeführt, die offenbar eine Ausnahme von der Regel darstellt. Wenn Longus spricht oder handelt, gilt die Regel des schweren Anfangs nicht mehr. Longus scheint eine besondere Fähigkeit oder Eigenschaft zu besitzen, die es ihm ermöglicht, Anfänge leicht zu meistern. Der Begriff "Kanon" deutet darauf hin, dass Longus eine Art Regelbrecher oder Ausnahmeerscheinung ist. Der dritte Vers offenbart die Kehrseite von Longus' Fähigkeit: Während er Anfänge leicht meistert, fällt ihm das Ende schwer. Dies schafft ein interessantes Paradoxon und eine Art Rollenumkehr. Das Gedicht regt zum Nachdenken über die Natur von Anfängen und Enden an und hinterfragt die Allgemeingültigkeit von Sprichworten und Regeln. Es legt nahe, dass jeder Mensch seine eigenen Stärken und Schwächen hat und dass das, was für die meisten schwer ist, für manche leicht sein kann, und umgekehrt.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
allem Anfang ist schwer
Kontrast
Ihm ist der Anfang leicht, allein das Ende schwer
Metapher
der Kanon nimmermehr
Reimschema
schwer - nimmermehr - schwer
Spiel mit dem Sprichwort
Nach einem alten Spruch' ist aller Anfang schwer