All mein' Gedanken
1834All mein’ Gedanken, mein Herz und mein Sinn, da, wo die Liebste ist, wandern sie hin. Gehn ihres Weges trotz Mauer und Tor, da hält kein Riegel, kein Graben nicht vor, gehn wie die Vögelein hoch durch die Luft, brauchen kein’ Brücken über Wasser und Kluft, finden das Städtlein und finden das Haus, finden ihr Fenster aus allen heraus. Und klopfen und rufen: Mach auf, lass uns ein, wir kommen vom Liebsten und grüßen dich fein.
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Interpretation
Das Gedicht "All mein' Gedanken" von Felix Dahn handelt von der unerschütterlichen Sehnsucht und der starken Verbindung des lyrischen Ichs zu seiner Liebsten. Die Gedanken, das Herz und der Sinn des Sprechers sind stets bei der Geliebten, egal wo sie sich befindet. Sie wandern unaufhaltsam zu ihr, überwinden dabei jede Barriere und Entfernung. Die Gedanken des lyrischen Ichs werden mit Vögeln verglichen, die mühelos durch die Luft fliegen und keine Brücken oder Wege benötigen. Sie finden den Weg zur Liebsten, egal ob es sich um ein Städtchen oder ein Haus handelt. Die Gedanken klopfen an ihr Fenster und rufen sie auf, sie einzulassen. Sie kommen von der Geliebten und grüßen sie auf diese Weise. Das Gedicht vermittelt eine romantische und leidenschaftliche Stimmung. Es drückt die tiefe Verbundenheit und die Sehnsucht des lyrischen Ichs nach seiner Liebsten aus. Die Gedanken und Gefühle des Sprechers sind so stark, dass sie physische Grenzen überwinden und die Geliebte erreichen können. Es ist ein Ausdruck der intensiven Liebe und des Verlangens nach Nähe und Verbindung.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Mein' Gedanken, mein Herz und mein Sinn
- Anapher
- Finden ihr Fenster aus allen heraus
- Apostrophe
- Und klopfen und rufen: Mach auf, lass uns ein
- Bildsprache
- Brauchen kein' Brücken über Wasser und Kluft
- Direkte Ansprache
- Wir kommen vom Liebsten und grüßen dich fein
- Hyperbel
- Da hält kein Riegel, kein Graben nicht vor
- Metapher
- Da, wo die Liebste ist, wandern sie hin
- Personifikation
- Gehn ihres Weges trotz Mauer und Tor
- Symbolik
- Finden das Städtlein und finden das Haus
- Vergleich
- Gehn wie die Vögelein hoch durch die Luft