Algerius

Achim von Arnim

unknown

Algerius sagt Wunderding: »Wo andre schreien, weinen, An diesem Ort ich Freud empfing, Im Gefängniß mir erscheinet Das Himmelheer, Viel Märtirer Tagtäglich bey mir wohnen, In Freud und Wonn, In Gnadensonn, Seh ich den Herren thronen.«

Obs Vaterland, sie fragten an, Ob Freund und auch Verwandten, Ob seine Kunst er lassen kann? Er sprach zu den Gesandten: »Vom Vaterland Mich keiner bannt, Es ist am Himmelsthrone, Allda die Feind Mir werden Freund, In einer Musik Tone.

Kein Medizin, Kunst, Meisterschaft, Mag keinem hier gelingen, Der nicht erkennet Gottes Kraft, In seiner Kraft kann schwingen.« In Zorn und Grimm Sie deuten ihm, Sie wollten ihn verbrennen, Algerius sagt: »In Flammenmacht, Werdt ihr mich erst erkennen!«

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Illustration zu Algerius

Interpretation

Das Gedicht "Algerius" von Achim von Arnim handelt von einem Mann namens Algerius, der in Gefangenschaft Trost und Freude findet. Er sieht das himmlische Heer und viele Märtyrer, die täglich bei ihm wohnen. Algerius betont, dass sein Vaterland nicht von irdischen Banden gebunden ist, sondern im Himmelsthron liegt. Dort werden seine Feinde zu Freunden, und er erlebt eine himmlische Musik. Er sagt, dass keine Medizin, Kunst oder Meisterschaft jemandem hier gelingen kann, der nicht Gottes Kraft erkennt und in seiner Kraft schwingen kann. Die Gesandten fragen Algerius nach seinem Vaterland, seinen Freunden und Verwandten sowie seiner Kunst. Er antwortet, dass sein Vaterland im Himmel ist und dass er keine irdischen Bande hat. Algerius betont, dass nur diejenigen, die Gottes Kraft erkennen, in seiner Kraft schwingen können. Die Gesandten sind zornig und wollen ihn verbrennen, aber Algerius sagt, dass sie ihn erst in der Flammenmacht erkennen werden. Das Gedicht vermittelt eine starke spirituelle Botschaft und betont die Bedeutung des Glaubens an Gott. Algerius findet Trost und Freude in seiner Gefangenschaft, da er das himmlische Heer und die Märtyrer sieht. Er betont, dass sein Vaterland im Himmel ist und dass nur diejenigen, die Gottes Kraft erkennen, in seiner Kraft schwingen können. Die Gesandten sind zornig und wollen ihn verbrennen, aber Algerius bleibt standhaft in seinem Glauben und sagt, dass sie ihn erst in der Flammenmacht erkennen werden.

Schlüsselwörter

algerius sagt freud vaterland freund kunst kann kraft

Wortwolke

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Stilmittel

Anapher
»Vom Vaterland Mich keiner bannt, Es ist am Himmelsthrone,
Bildsprache
»In diesem Ort ich Freud empfing, Im Gefängniß mir erscheinet Das Himmelheer,
Hyperbel
»Viel Märtirer Tagtäglich bey mir wohnen,
Kontrast
»Wo andre schreien, weinen, An diesem Ort ich Freud empfing,
Metapher
»In einer Musik Tone.«
Personifikation
»In Zorn und Grimm Sie deuten ihm,
Symbolik
»In Flammenmacht, Werdt ihr mich erst erkennen!«