Albano

Wilhelm Friedrich Waiblinger

1794

Wenn deine Seele so leicht wie ein Sommervogel der Puppe Einmal dem lästigen Zwang ärmlicher Fesseln entflohn, Dann hinüber zum See! Die entbundene Psyche verweilet Nur am Lethe, sie schwelgt nur im Elysium noch.

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Illustration zu Albano

Interpretation

Das Gedicht "Albano" von Wilhelm Friedrich Waiblinger beschreibt den Wunsch der Seele, sich von den Fesseln des irdischen Lebens zu befreien und in eine himmlische Sphäre einzutreten. Die Seele wird mit einem Sommervogel verglichen, der nach der Befreiung aus der Puppe seine Flügel ausbreitet und in die Freiheit aufsteigt. Das Gedicht lädt die Seele ein, zum See zu fliegen, sobald sie die Last der irdischen Fesseln abgeworfen hat. Dort angekommen, soll sie am Lethe, dem Fluss der Vergessenheit in der griechischen Mythologie, verweilen und sich im Elysium, dem Paradies der Seligen, vergnügen. Der Lethe symbolisiert das Vergessen des irdischen Daseins, während das Elysium die ewige Seligkeit darstellt. Waiblinger verwendet in diesem Gedicht eine sehr bildhafte Sprache, um die Sehnsucht der Seele nach Freiheit und Unsterblichkeit auszudrücken. Die Metapher des Sommervogels, der aus der Puppe schlüpft, vermittelt das Gefühl von Leichtigkeit und Befreiung. Die Anspielung auf die griechische Mythologie verleiht dem Gedicht eine zeitlose, universelle Dimension. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Hoffnung und des Trostes, indem es die Seele auffordert, sich von den irdischen Lasten zu befreien und sich in der ewigen Seligkeit zu ergehen.

Schlüsselwörter

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Wortwolke

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Stilmittel

Anspielung
Nur am Lethe, sie schwelgt nur im Elysium noch
Metapher
Wenn deine Seele so leicht wie ein Sommervogel der Puppe
Personifikation
Einmal dem lästigen Zwang ärmlicher Fesseln entflohn