Agathe
1806Mein ist der Sieg! Agathe liebet mich, Sie war zu schwach bei unserm Streite. Wir waren ganz allein: Gott Amor, sie und ich, Und Amor war auf meiner Seite.
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Interpretation
Das Gedicht "Agathe" von Heinrich Christian Boie handelt von einem Liebeserfolg des lyrischen Ichs, das sich im Kampf um die Gunst der schönen Agathe als Sieger sieht. Das Gedicht ist in vier kurzen Zeilen geschrieben und vermittelt eine triumphale Stimmung. Das lyrische Ich behauptet, den Sieg errungen zu haben, da Agathe es liebt. Es stellt dies als einen Kampf oder ein Duell dar, in dem Agathe zu schwach war. Das Gedicht suggeriert, dass das lyrische Ich und Agathe allein waren, ohne weitere Zeugen oder Unterstützer. Neben ihnen waren nur Gott Amor und das lyrische Ich anwesend. Der Gott Amor steht auf der Seite des lyrischen Ichs und verhilft ihm zum Sieg über Agathes Herz. Das Gedicht zeigt eine eher egozentrische Sichtweise des lyrischen Ichs, das den Liebeserfolg als persönlichen Triumph feiert. Agathes Gefühle und Perspektive bleiben unberücksichtigt. Das Gedicht vermittelt eine romantische Vorstellung von der Liebe als Wettkampf, bei dem das lyrische Ich als Sieger hervorgeht. Die Anwesenheit des Liebesgottes Amor unterstreicht die Idee, dass es sich um eine höhere, göttliche Angelegenheit handelt. Insgesamt zeugt das Gedicht von einer eher männlich-egoistischen Sicht auf die Liebe und Beziehung zwischen Mann und Frau.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Hyperbel
- Mein ist der Sieg!
- Metapher
- Gott Amor, sie und ich
- Parallelismus
- Mein ist der Sieg! Agathe liebet mich
- Personifikation
- Gott Amor war auf meiner Seite