Advent
1898Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin – bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.
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Interpretation
Das Gedicht "Advent" von Rainer Maria Rilke handelt von der Stimmung und Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Es beschreibt die winterliche Natur und ihre Verwandlung in eine heilige, lichtdurchflutete Atmosphäre. Im ersten Teil des Gedichts wird der Winterwald als eine Herde von Flocken dargestellt, die vom Wind getrieben werden. Die Tannen ahnten bereits, wie bald sie "fromm und lichterheilig" werden würden. Dies deutet auf die bevorstehende Weihnachtszeit hin, in der die Tannen zu Weihnachtsbäumen geschmückt werden und eine besondere Bedeutung erlangen. Im zweiten Teil des Gedichts wird die Vorfreude der Tannen auf das bevorstehende Fest beschrieben. Sie strecken ihre Zweige in die weißen Wege und wachsen dem "einen Nacht der Herrlichkeit" entgegen. Dies symbolisiert die Vorbereitung und Erwartung auf das Weihnachtsfest, das als eine Nacht der Herrlichkeit und des Lichts dargestellt wird. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Stimmung der Vorfreude und der Verwandlung der Natur in eine heilige, festliche Atmosphäre im Advent. Es spiegelt die Erwartung und die Vorbereitung auf das bevorstehende Weihnachtsfest wider und vermittelt eine Botschaft der Hoffnung und des Lichts in der dunklen Jahreszeit.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt
- Personifikation
- und wehrt dem Wind und wächst entgegen