Ach und weh, kein Schmalzele meh

Achim von Arnim

unknown

Ich hab′ emahl ein Bettelmädele küßt, ′S Schmalz ist ihm aus dem Häfele ′raus g′spritzt. Bettelmädele schreit Ach und Weh, Hab ja kein Schmalzele meh!

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Illustration zu Ach und weh, kein Schmalzele meh

Interpretation

Das Gedicht "Ach und weh, kein Schmalzele meh" von Achim von Arnim handelt von einer unglücklichen Begegnung zwischen dem lyrischen Ich und einem Bettelmädchen. Das Mädchen hatte ein Schmalzele, ein kleines Gefäß mit Schmalz, bei sich. Als das lyrische Ich das Mädchen küsst, spritzt das Schmalz aus dem Häfele, dem Behälter, heraus. Das Bettelmädele ist über diesen Vorfall sehr traurig und ruft "Ach und Weh", was ihre Verzweiflung und ihren Schmerz ausdrückt. Der Verlust des Schmalzele ist für das Mädchen ein großer Verlust, da es wahrscheinlich ein wertvolles und wichtiges Utensil für sie war. Das Mädchen beklagt sich darüber, dass es nun kein Schmalzele mehr hat. Das Gedicht thematisiert die unglücklichen Folgen einer unbedachten Handlung des lyrischen Ichs. Das Mädchen leidet unter dem Verlust des Schmalzele, während das lyrische Ich für die entstandene Situation verantwortlich ist. Die einfache Sprache und der Reim des Gedichts unterstreichen die Tragik der Situation und lassen den Leser mitfühlen mit dem Schicksal des armen Bettelmädele.

Schlüsselwörter

hab bettelmädele emahl küßt schmalz häfele raus spritzt

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Stilmittel

Anapher
Ach und Weh
Dialekt
′S Schmalz ist ihm aus dem Häfele ′raus g′spritzt
Reimschema
meh - meh
Umgangssprache
Schmalzele