Abzählreim
unknownRechts, links, über Eck, Die Henne legt die Eier weg; Legt sie in ein Bündel Stroh, Irgendwie, irgendwo; Kommt der Marder Wagemut, Jagt die Henne von der Brut, Rechts, links, über Eck - Ein Kücken hat - er - weg!
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Interpretation
Das Gedicht "Abzählreim" von Paula Dehmel ist ein kurzes, rhythmisch strukturiertes Gedicht, das eine einfache, aber eindringliche Geschichte erzählt. Es beginnt mit einem spielerischen Zählen ("Rechts, links, über Eck"), das eine kindliche Atmosphäre schafft. Die Henne, die ihre Eier legt, wird zum Mittelpunkt der Erzählung, die in einer ruhigen, fast idyllischen Umgebung spielt. Die Handlung entwickelt sich langsam, wobei die Henne ihre Eier sorglos in ein Bündel Stroh legt, ohne sich um die Umgebung zu kümmern. Dies vermittelt ein Gefühl von Unschuld und Unbeschwertheit. Die Verwendung von "irgendwie, irgendwo" unterstreicht die Ziellosigkeit und das Fehlen von Bedenken der Henne, was die Szene noch friedlicher erscheinen lässt. Der Ton des Gedichts ändert sich jedoch abrupt, als der Marder auftaucht. Der Marder, als Wagemut beschrieben, stellt eine Bedrohung für die Henne und ihre Brut dar. Die Jagd des Marders führt zu einem tragischen Ende, bei dem ein Kücken verloren geht. Die Wiederholung von "Rechts, links, über Eck" am Ende des Gedichts unterstreicht den Kreislauf des Lebens und den unausweichlichen Verlust, der in der Natur stattfindet.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Marder Wagemut
- Anapher
- Rechts, links, über Eck
- Enjambement
- Legt sie in ein Bündel Stroh, Irgendwie, irgendwo;
- Personifikation
- die Henne legt die Eier weg
- Reimschema
- AABBAABB