Abschied
1823Was ist das Leben? Kommen nur und Schwinden, Ein Wechsel nur von Nacht und Tageshelle, Verlust und Schmerz, Sehnsucht und Wiederfinden, So schwebt durch Traum und Wachen hin die Welle, - Drum lächelt hoffend in der Trennung Wehen Durch Abschiedstränen schon das Wiedersehen.
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Interpretation
Das Gedicht "Abschied" von Ludwig Tieck beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit des Lebens und der Hoffnung auf Wiedersehen trotz Trennung. In den ersten vier Zeilen stellt der Dichter das Leben als einen ständigen Wechsel zwischen Anwesenheit und Abwesenheit dar, symbolisiert durch den Wechsel von Nacht und Tag. Verlust und Schmerz, Sehnsucht und Wiederfinden werden als zyklische Prozesse beschrieben, die das Leben bestimmen. Die Metapher der Welle, die durch Traum und Wachen hin schwebt, unterstreicht die flüchtige und unbeständige Natur des Lebens. In den letzten beiden Zeilen des Gedichts lenkt Tieck den Fokus auf die Emotionen, die mit Abschied und Trennung einhergehen. Trotz des Schmerzes und der Tränen, die ein Abschied mit sich bringt, schwingt eine hoffnungsvolle Note mit. Das Lächeln, das durch die Abschiedstränen bricht, symbolisiert die Zuversicht auf ein Wiedersehen. Diese Hoffnung mildert den Schmerz der Trennung und verleiht dem Abschied eine positive Note. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine tiefgründige Botschaft über die Natur des Lebens und die menschlichen Emotionen. Es erinnert uns daran, dass das Leben vergänglich ist und dass Trennung und Wiedersehen untrennbar miteinander verbunden sind. Gleichzeitig ermutigt es uns, in schwierigen Momenten wie dem Abschied die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht zu verlieren, da diese Hoffnung Trost spenden und den Schmerz lindern kann.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Metapher
- So schwebt durch Traum und Wachen hin die Welle
- Parallelismus
- Verlust und Schmerz, Sehnsucht und Wiederfinden
- Rhetorische Frage
- Was ist das Leben?