Abendlied / Wanderers Nachtlied

Johann Wolfgang von Goethe

1776

Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.

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Interpretation

Das Gedicht "Abendlied / Wanderers Nachtlied" von Johann Wolfgang von Goethe beschreibt eine friedliche und ruhige Abendstimmung in der Natur. Die Stille und Ruhe, die über den Gipfeln liegt, wird durch die sanfte Brise in den Wipfeln nur leicht gestört. Die Vögel im Wald sind still, was die Stille noch verstärkt. Das Gedicht vermittelt eine Atmosphäre der Erwartung und des Wartens. Der Sprecher fordert den Leser auf, nur noch ein wenig zu warten, bis auch er zur Ruhe kommen wird. Dies kann als eine Aufforderung verstanden werden, die Ruhe und Gelassenheit der Natur zu genießen und sich selbst zur Ruhe zu bringen. Die Sprache des Gedichts ist einfach und klar, was die Ruhe und Gelassenheit der beschriebenen Szene unterstreicht. Die kurzen Zeilen und der regelmäßige Rhythmus tragen zur beruhigenden Wirkung des Gedichts bei. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine Botschaft der Harmonie zwischen Mensch und Natur und die Möglichkeit, in der Stille der Natur innere Ruhe zu finden.

Schlüsselwörter

allen gipfeln ruh wipfeln spürest kaum hauch vögelein

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Stilmittel

Alliteration
Vögelein schweigen im Walde
Metapher
Über allen Gipfeln Ist Ruh
Personifikation
In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch
Vorausdeutung
Warte nur, balde Ruhest du auch