Abendlich schon rauscht der Wald
1837Abendlich schon rauscht der Wald Aus den tiefsten Gründen, Droben wird der Herr nun bald An die Sternlein zünden. Wie so stille in den Schlünden, Abendlich nur rauscht der Wald.
Alles geht zu seiner Ruh. Wald und Welt versausen, Schauernd hört der Wandrer zu, Sehnt sich recht nach Hause. Hier in Waldes stiller Klause, Herz, geh endlich auch zur Ruh.
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Interpretation
Das Gedicht "Abendlich schon rauscht der Wald" von Joseph von Eichendorff beschreibt die Stimmung eines Waldes am Abend. Der Wald wird als Ort der Ruhe und Besinnlichkeit dargestellt, in dem sich die Natur auf die Nacht vorbereitet. Der Klang des Waldes wird als sanftes Rauschen beschrieben, das aus den tiefsten Gründen kommt und den Wanderer in eine meditative Stimmung versetzt. Die zweite Strophe des Gedichts vermittelt das Gefühl der Sehnsucht nach dem eigenen Zuhause. Der Wanderer hört den Wald und sehnt sich nach der Geborgenheit und Ruhe, die er in seiner eigenen Hütte finden kann. Der Wald wird als Ort der Einkehr und des Innehaltens beschrieben, an dem man zur Ruhe kommen und sich auf das Wesentliche besinnen kann. Das Gedicht endet mit der Aufforderung an das Herz, ebenfalls zur Ruhe zu kommen. Der Wanderer wird aufgefordert, sich von der Hektik des Alltags zu lösen und sich auf die Stille und Besinnlichkeit des Waldes einzulassen. Das Gedicht vermittelt somit eine Botschaft der Entschleunigung und des Innehaltens, die in unserer heutigen schnelllebigen Zeit von besonderer Bedeutung ist.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- Abendlich schon rauscht der Wald
- Anapher
- Abendlich schon rauscht der Wald
- Bildsprache
- Abendlich schon rauscht der Wald
- Imperativ
- Herz, geh endlich auch zur Ruh
- Kontrast
- Alles geht zu seiner Ruh. Wald und Welt versausen
- Metapher
- Wie so stille in den Schlünden
- Personifikation
- Droben wird der Herr nun bald An die Sternchen zünden