Abendgebet

Achim von Arnim

1806

Abends wenn ich schlafen geh, Vierzehn Engel bei mir stehn, Zwey zu meiner Rechten, Zwey zu meiner Linken, Zwey zu meinen Häupten, Zwey zu meinen Füssen, Zwey die mich decken, Zwey die mich wecken, Zwey die mich weisen In das himmlische Paradeischen.

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Illustration zu Abendgebet

Interpretation

Das Gedicht "Abendgebet" von Achim von Arnim thematisiert die Suche nach Schutz und Geborgenheit vor dem Einschlafen. Der Sprecher bittet um die Anwesenheit von vierzehn Engeln, die ihn auf allen Seiten umgeben und bewachen. Die Engel werden dabei in spezifische Positionen aufgeteilt: vier an den Seiten, zwei zu Häupten und Füßen, zwei zum Decken, zwei zum Wecken und zwei zum Führen ins himmlische Paradies. Die Vorstellung von Engeln als Beschützer und Wegweiser spiegelt den Wunsch nach spiritueller Führung und Sicherheit wider. Das Gedicht vermittelt eine tiefe Verbundenheit mit dem Glauben und der Hoffnung auf göttliche Fürsorge. Die Verwendung der Zahl vierzehn könnte symbolisch für Vollständigkeit und Vollkommenheit stehen, was die umfassende Schutzwirkung der Engel unterstreicht. Die Struktur des Gedichts mit seinen kurzen, rhythmischen Zeilen erzeugt einen beruhigenden und gleichmäßigen Klang, der an ein Schlaflied erinnert. Diese musikalische Qualität verstärkt die meditative und schützende Atmosphäre des Gedichts. Insgesamt vermittelt "Abendgebet" ein Gefühl von Frieden und Vertrauen in die göttliche Fürsorge, das den Übergang in den Schlaf erleichtert und die Seele beruhigt.

Schlüsselwörter

zwey abends schlafen geh vierzehn engel stehn rechten

Wortwolke

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Stilmittel

Alliteration
In das himmlische Paradeischen
Anapher
Zwey zu meiner Rechten, Zwey zu meiner Linken, Zwey zu meinen Häupten, Zwey zu meinen Füssen, Zwey die mich decken, Zwey die mich wecken, Zwey die mich weisen
Parallelismus
Zwey zu meiner Rechten, Zwey zu meiner Linken, Zwey zu meinen Häupten, Zwey zu meinen Füssen
Personifikation
Vierzehn Engel bei mir stehn