Abenddämmern
unknownAbenddämmern trüb und fahl, Tiefe Stille webt im Thal. Schleier rings die Berge kränzt, Selten nur ein Stern erglänzt. Wellen zieh’n und Winde rauschen, Träumend neig’ ich mich, zu lauschen Und mir dünkt, daß Höh’n und Tiefen Und die Wälder all’ mich riefen. Unbegreiflich Heimathsehnen – Strömt hervor mir heiße Thränen. Seele möcht’ den Leib’ verlassen, Möchte gern ein Ewiges fassen: Das in süßem Friedgewähren Sie entrückt in holde Sphären …
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Interpretation
Das Gedicht "Abenddämmern" von Wilhelm Arent beschreibt die melancholische Stimmung eines Abends, in der sich der Dichter in tiefer Stille und Dunkelheit versenkt. Die trübe und fahle Dämmerung legt sich über das Tal, während die Berge von einem Schleier umkränzt sind und nur selten ein Stern am Himmel zu sehen ist. Die Natur scheint in einen tiefen Schlaf zu fallen, während Wellen ziehen und Winde rauschen. Der Dichter lauscht träumend den Geräuschen der Natur und fühlt sich von den Höhen und Tiefen sowie den Wäldern gerufen. Er verspürt ein unerklärliches Heimweh, das ihn zu heißen Tränen rührt. Die Sehnsucht nach einem ewigen Frieden und Glück erfasst seine Seele, die den Körper verlassen möchte, um in holde Sphären entrückt zu werden.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Alliteration
- tiefe Stille webt im Thal
- Hyperbel
- Unbegreiflich Heimathsehnen
- Metapher
- Sie entrückt in holde Sphären
- Personifikation
- daß Höh'n und Tiefen Und die Wälder all' mich riefen