Abend

Martin Greif

unbekannt

Goldgewölk und Nachtgewölke, Regenmüde still vereint: Also lächelt eine welke Seele, die sich satt geweint.

Doch die Sonne sinkt und ziehet Nieder alle eitle Pracht, Und das Goldgewölk verglühet Und verbrüdert sich der Nacht.

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Illustration zu Abend

Interpretation

Das Gedicht "Abend" von Martin Greif schildert die Stimmung eines Abends, an dem sich die goldene Farbe des Himmels mit der hereinbrechenden Nacht vermischt. Die Wolken sind regenmüde und still vereint, was auf eine friedliche und ruhige Atmosphäre hindeutet. Die welke Seele, die sich satt geweint hat, lächelt nun, was auf eine Art von Erlösung oder Trost schließen lässt. Die Sonne sinkt und zieht alle eitle Pracht hinab, was darauf hindeutet, dass die Schönheit des Tages zu Ende geht und die Nacht Einzug hält. Das Goldgewölk verglüht und verbrüdert sich mit der Nacht, was eine Verschmelzung der beiden Elemente symbolisiert. Diese Verschmelzung kann als Metapher für den Übergang vom Leben zum Tod oder vom Tag zur Nacht interpretiert werden. Insgesamt vermittelt das Gedicht eine melancholische Stimmung, die jedoch von einem Hauch von Hoffnung und Trost durchzogen ist. Die welke Seele, die sich satt geweint hat, lächelt nun, was darauf hindeutet, dass auch in dunklen Zeiten ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist. Die Verschmelzung von Goldgewölk und Nachtgewölk kann als Symbol für den Kreislauf des Lebens und des Todes interpretiert werden, der unaufhaltsam voranschreitet.

Schlüsselwörter

goldgewölk nachtgewölke regenmüde still vereint also lächelt welke

Wortwolke

Wortwolke zu Abend

Stilmittel

Kontrast
Goldgewölk und Nachtgewölke
Metapher
Goldgewölk und Nachtgewölke
Personifikation
sieht sich satt geweint
Symbolik
Goldgewölk verglüht
Vergleich
Also lächelt eine welke Seele