Abbitte an Herrn Wahl
1761Vergib mir! – Du bist von gerechtem Schmerz Ob meinen Nasepasquillen durchdrungen: Denn, was ich Hyperbeln nannt’ im Scherz, Das sind in Wahrheit – Verkleinerungen.
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Interpretation
Das Gedicht "Abbitte an Herrn Wahl" von Friedrich Haug ist eine humorvolle und selbstironische Entschuldigung des lyrischen Ichs gegenüber Herrn Wahl. Der Sprecher bittet um Vergebung für seine "Nasepasquillen", also für seine neckenden Bemerkungen über Herrn Wahls Nase. Er gesteht, dass seine übertreibenden Beschreibungen (Hyperbeln) in Wahrheit Untertreibungen waren, was die Komik der Situation noch verstärkt. Die Struktur des Gedichts ist einfach, aber effektiv. Es besteht aus vier Zeilen, die einen regelmäßigen Rhythmus und einen Reimschema aufweisen. Die Kürze des Gedichts unterstreicht die Direktheit der Entschuldigung und die Selbstironie des Sprechers. Die Verwendung von Alliterationen wie "gerechten Schmerz" und "Nasepasquillen" trägt zur spielerischen Natur des Gedichts bei. Die Pointe des Gedichts liegt in der letzten Zeile, in der der Sprecher zugibt, dass seine übertreibenden Beschreibungen in Wahrheit Untertreibungen waren. Dies impliziert, dass Herrn Wahls Nase noch viel größer oder auffälliger ist, als der Sprecher ursprünglich behauptet hatte. Das Gedicht endet somit mit einer humorvollen und selbstironischen Wendung, die die Entschuldigung auflockert und die Beziehung zwischen dem Sprecher und Herrn Wahl als freundschaftlich und humorvoll erscheinen lässt.
Schlüsselwörter
Wortwolke

Stilmittel
- Anrede
- Vergib mir! – Du bist von gerechtem Schmerz
- Antithese
- Das sind in Wahrheit – Verkleinerungen
- Hyperbel
- Hyperbeln nannt’ im Scherz
- Metapher
- von gerechtem Schmerz durchdrungen