A potiori fit denominatio

Friedrich Haug

1807

Sagt nicht, den Logikern zum Skandal, »Das Schiff des Ruders, die Nase des Wahl.« Sprecht, nach der Natur und Vernunft Ukase, »Das Ruder des Schiffs, der Wahl der Nase.«

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Interpretation

Das Gedicht "A potiori fit denominatio" von Friedrich Haug ist eine humorvolle Auseinandersetzung mit der Logik und der Sprache. Der Titel bezieht sich auf ein lateinisches Sprichwort, das übersetzt bedeutet: "Die Benennung erfolgt nach dem Stärkeren." Dieses Sprichwort wird in der Logik verwendet, um zu erklären, dass eine Sache nach dem Teil benannt wird, der den größeren Einfluss auf sie hat. Im ersten Vers des Gedichts spielt Haug auf die gängige Redewendung "das Schiff des Ruders" an. Hier wird das Schiff nach dem Ruder benannt, obwohl das Ruder nur ein Teil des Schiffes ist. Dies wird als "zum Skandal der Logiker" bezeichnet, da es der oben genannten Logikregel widerspricht. Im zweiten Vers wird eine ähnliche Redewendung aufgegriffen: "die Nase des Wahl." Hier wird die Nase nach dem Wahl benannt, obwohl die Nase ein Teil des Wahl ist. Auch dies wird als unlogisch dargestellt. Im dritten Vers schlägt Haug eine alternative Benennung vor: "das Ruder des Schiffs" und "der Wahl der Nase." Hier wird die Benennung umgekehrt, sodass das Ganze nach seinen Teilen benannt wird. Dies wird als "nach der Natur und Vernunft Ukase" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass dies die logischere und vernünftigere Art der Benennung ist. Insgesamt ist das Gedicht eine spielerische Auseinandersetzung mit der Sprache und der Logik. Haug zeigt auf, wie unlogisch einige gängige Redewendungen sind und schlägt eine alternative Benennung vor, die der Logikregel "a potiori fit denominatio" entspricht.

Schlüsselwörter

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Stilmittel

Anapher
»Das Schiff des Ruders, die Nase des Wahl.«
Kontrast
»Das Ruder des Schiffs, der Wahl der Nase.«
Rhetorische Frage
Sagt nicht, den Logikern zum Skandal, »Das Schiff des Ruders, die Nase des Wahl.«